Weiden



Eine Bildergeschichte von Elvis bis zur Wyman Blues Band






Damals waren die weiblichen Fans 17. Heute sind sie über 70




Im November und Dezember 1958 war Elvis Presley als GI in Grafenwöhr stationiert.
Und er erlebte einen harten Oberpfälzer Winter mit Schnee und Bömischem Wind




Erinnerungsfoto bei Opel Wies in Weiden. Alle drängen sich um den King.
Mitarbeiter des Autohauses und Verkäuferinnen des benachbarten Kaufhauses WEKA.
Es heißt, Elvis interessierte sich mehr für den neuen Opel Kapitän als für die Teenies




In den fünfziger Jahren war der »Kapitän« das Flaggschiff der Firma Opel.
Diese gehörte damals schon dem amerikanischen Konzern General Motors.
Elvis auf Promo-Tour in Weiden - die Mädels waren jedenfalls begeistert




Im Februar 1960 war Elvis beim Manöver »Winter Shield« als Panzerspäher
in der Oberpfalz. Der Journalist Sepp Müller fotografierte und interviewte ihn
im Goldenen Lamm in Hirschau und schrieb einen Bericht für das Nabburger Tagblatt.





Siehe auch den YouTube-Film zum Thema Elvis in Grafenwoehr:
https://www.youtube.com/watch?v=EYLNMi7tKyQ





Die Begeisterung für Elvis und seine Musik griff um sich.
Schon bald entstand in der »Grünen Au« in Rothenstadt der erste Rock-n-Roll-Club,
wo man zu den heißen Scheiben von Elvis und Bill Haley tanzte




Die Rock-n-Roll-Stars der US-Charts kannte man aus der Musikbox.
Im Oktober 1958 hatte Soldat Elvis ein Konzert von Bill Haley in Frankfurt am Main besucht




In den 50er und 60er Jahren war das hessische Hanau die größte US-Garnisonsstadt
Deutschlands und das Mecca des Rock-n-Roll - wie Filmdikumentationen belegen.
Von hier starteten auch viele Bands zu Gastspielen in die Oberpfalz




Schon vor Elvis in Deutschland. Johnny Cash auf der Landsberg Airbase.
Dort schob er eine ruhige Kugel, kaufte sich für 25 Deutschmarks eine Gitarre und gründete
die Band Landsberg Barbarians. Später startete er in Memphis seine große Karriere




Der Rothenstädter Tanz-Club war schon bald bis in Weiden und Grafenwöhr
bekannt und wurde von Teenagern und »Halbstarken« gut besucht. Die geschäftstüchtige
Wirtin stammte aus Berlin und hatte mit dem Club einen vollen Laden




Und natürlich wollten die jungen Burschen nicht nur das Tanzbein schwingen,
sie wollten auch wie ihr Idol Elvis singen und Gitarre spielen,
auch Kidd und Ernesto, die in der Nähe der Grünen Au wohnten!





Erinnerung an glorreiche Rundfunkzeiten. Der American Way of Life
und die heiße Musik kamen zu dieser Zeit auch
über AFN Nürnberg und AFN Grafenwöhr in die Oberpfalz




Schlager fürs Herz, Rock-n-Roll und Twist fürs Tanzbein wurden im Lohbachwinkel
in Weiherhammer geboten. Die Bands hießen Lohbach-Trio, Happyboys oder Teddyboys.
In der Kellerbar rollten die harte D-Mark und mancher Dollar aus Grafenwöhr




Kultband der frühen 1960er Jahre: Die Shouters, bei einem Talentwettbewerb
im Vereinshaus. Bevorzugter Auftrittsort von Boggie, Scholle, Bob
und Johnsey war das National in der Frauenrichter Straße. Auch im Pigalle spielte man




1964 kam Chuck Berry zum ersten Mal nach Europa und nach Deutschland.
Sein Gitarrenspiel beeinflusste die englischen Bands, wie die Beatles und die Stones,
die seine in den USA berühmten Rock-n-Roll-Hits coverten




Als sich in der Oberpfalz die ersten Rockbands nach dem Vorbild
der Beatles und Stones gründeten, wie zum Beispiel die Hooligans, spielte
man die ersten Konzerte in der Grünen Au. Da war man laute Musik gewohnt.




Angelockt »vom Lärm« tauchte in Rothenstadt ein kleiner, schmächtiger Typ auf,
der sich Wyman nannte. Zunächst beäugte man sich misstrauisch...




Dann ließ man die Gitarren sprechen -
von Mann zu Mann tauschte man die Argumente aus




... schließlich entstand eine innige Musikerfreundschaft, die bis heute andauert.
In der Wyman Blues Band steht/sitzt man
immer noch - fünfzig Jahre später - gemeinsam auf der Bühne





Frage: Woher hat Wyman den Namen - und auch die Wyman Blues Band?





Stones Bassist Bill Wyman (links), 1936 als William George Perks in London geboren.
Wyman vom Rehbühl (rechts), 1948 als Hans Zitzmann in Weiden geboren,
Mitbegründer und erster Bassist der Downlooker




In der Tanzbar Pigalle am Bahnhof spielte man zu Beginn der 60er Jahre heißen Indorock.
Eine der Indonesischen Profi-Bands, die hier gastierten, waren The Five Hondos




Auch die Black Orchids mit Rex von Harras und die Rolling Stars traten
im Pigalle auf. Die Fotos und Autogrammkarten ließ man beim stadtbekannten
Künstler Leander Wildner (LW) machen



Die Lords aus Berlin starteten 1964 im Pigalle (später Arosa-Alm) in Weiden
ihre Profi-Karriere. »Shaking All Over« coverten sie von den englischen Rock-n-Rollern
Johnny Kidd and the Pirates, die damit 1960 die Charts gestürmt hatten




Die Hooligans auf der Treppe des Alten Rathauses in Weiden.
1964 von Leander Wildner fotografiert, der an dieser Stelle
auch die Lords ablichtete




Zu dieser Zeit waren die Cola-Bälle im Weidener Vereinshaus legendär. Bei Rock-n-Roll
und Beat ging die Post ab. 2017 wurden die Bälle als Nostalgie-Veranstaltung
wieder zum Leben erweckt. Einige Musiker von damals sind noch immer dabei




Die Hooligans starteten in den 1990er-Jahren
noch einige legendäre Revival-Konzerte im Weidener Postkeller




Nostalgie: Die Hooligans (mit Sänger Hannes)
im Sommer 1999 auf der geschichtsträchtigen Postkeller-Treppe




Wyman Blues Band - Gründungsformation im Jahr 2004.
Bei den Bikern in Oberbibrach, Von links: Bob, Sepp, Wyman, Ernst, Heinz




Die Band in der heutigen Formation. Von links: Max, Raimund, Bernie, Ernst, Wyman





Fortsetzung folgt!
Fotos und Pressemeldungen von damals erbeten an:
info@wyman-blues-band.com